Kompendium

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

  • Radio Frequency Identification

    Radiofrequenzidentifikation(Radio Frequency Identification [RFID])

    Radiofrequenzidentifikation (abgekürzt RFID) zählt wie die Barcode-Systeme oder biometrische Verfahren (z. B. das Fingerabdruck­verfahren) zu den Techniken der automatischen Identifikation (Auto-ID). Mit Hilfe elektromagnetischer Wellen kann ein RFID-System unterschiedliche Objekte, wie z. B. Konsumgüter, eineindeutig identifizieren. Im Handel kann die RFID-Technik beispielsweise zur Kennzeichnung und Identifikation von Transporteinheiten oder Verkaufs­einheiten eingesetzt werden. Es ist möglich, die Waren innerhalb der gesamten Logistikkette zwischen Hersteller, Handel und Konsument lückenlos zu verfolgen. Ein RFID-System besteht in seiner Grundform aus einem elektronischen Etikett, dem sogenannten Transponder, auch Tag genannt, und aus einem Schreib-/Lesegerät. Vom Schreib-/Lesegerät werden Radiowellen ausgesendet, wodurch ein elektromagnetisches Feld erzeugt wird. Dieses versorgt den an dem zu identifizierenden Objekt befestigten Transponder mit Energie und veranlasst ihn, die auf ihm gespeicherten Informationen an das Schreib-/Lesegerät zurück zu senden oder neue Informationen zu speichern. Langfristig soll die RFID-Technik in Verbindung mit dem EPC-Standard (Elektronischer Produktcode) die derzeit verwendeten Barcode-Systeme ablösen.
  • Radio Frequency Identification (RFID)

    Radio Frequency Identification (RFID) (engl.)
    Radiofrequenz-Identifikation (de.)

     

    RFID Allgemein

    Unter RFID versteht man Verfahren zur automatischen Identifizierung von Objekten, kontaktlos und ohne Sichtkontakt. RFID-Systeme können grundsätzlich überall dort eingesetzt werden wo gekennzeichnet, erkannt, registriert, gelagert, überwacht oder transportiert werden muss.
    RFID-Systeme kommen bereits heute in einem breiten Spektrum von Anwendungsgebieten zum Einsatz und werden in entsprechend vielfältigen Varianten angeboten.
    Kernelement der Technologie ist dabei aber immer der sogenannte „Tag“, es handelt sich hierbei um einen Transponder (Computerchip mit Antenne) der mit dem zu identifizierenden Objekt verbunden wird, dies kann beispielsweise über ein Klebeetikett erfolgen. Die auf dem Chip gespeicherten binären Informationen ermöglichen es, wenn sie ausgelesen werden, das Objekt eindeutig zu identifizieren, vergleichbar eines Fingerabdruckes.

    RFID Technologie

    RFID-Systeme bestehen im Wesentlichen aus drei elementaren Komponenten: dem RFID Reader, einem „Tag“ (Transponder oder SMART Label) sowie einer nach gelagerten Daten-verarbeitungssoftware / Datenbank. Um die auf dem „Tag“ gespeicherten Informationen auslesen zu können, sind spezielle Lesegeräte (Reader) erforderlich. Das Lesegerät ist dabei mit Antennen verbunden, die ein elektromagnetisches Feld erzeugen, das wiederum von der Antenne des RFID „Tag“ empfangen wird. Der „Tag“ sendet daraufhin die gespeicherte Information an das Lesegerät.
    Je nach Frequenzbereich, Sendestärke sowie Bauart des „Tag“ können Daten aus einer Distanz von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern gelesen werden.

    RFID Anwendungsgebiete

    RFID-Technologie kommt bereits seit mehr als 10 Jahren in verschieden Bereichen und Branchen zur Anwendung. Die RFID-Technologie befindet sich in einer rasanten Entwicklung hin zu einem massenkompatiblen Produkt. Im Folgenden möchte ich anhand einiger Branchenbeispiele in denen RFID bereits Einzug gehalten hat die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von RFID aufzeigen.

    Logistik
    Bsp. Containerterminals: Container werden mit Hilfe von RFID in Häfen lokalisiert und deren Bewegungen in Echtzeit verfolgt und gesteuert.
    Handel

    Bsp. Textilabteilungen: Dank RFID können Kleidungsstücke innerhalb einer Abteilung automatisch verfolgt werden. Dadurch wird eine permanente Inventur ermöglicht. In Umkleidekabinen können Kunden dank RFID Informationen zum Produkt wie verfügbare Größen oder passende Bekleidungskombinationsmöglichkeiten abrufen.
    Tierzucht
    Bsp Rinderzucht: Rinderzüchter verwenden RFID basierte Systeme, um die Gesundheit des Tierbestandes zu überwachen, um dem Konsumenten mehr Sicherheit beim Kauf von Rindfleisch und Milchprodukten garantieren zu können.

    Gesundheitssektor

    Bsp. Krankenhäuser: In Hospitälern werden Patienten bei der Aufnahme mit Armbändern ausgestattet, die es ermöglichen Patientendaten auf einem integrierten RFID Chip zu speichern. Auf diese Weise können Verwechslungen oder Fehlmedikationen vermieden werden.

    Sport

    Bsp. Marathon: Bei großen Marathonläufen erhalten die Teilnehmer einen RFID „Tag“, der am Schuh befestigt eine exakte und fehlerfreie Zeitmessung ermöglicht.

    Öffentlicher Sektor
    Bsp. „e Reisepass“: Im November 2005 wurde in Deutschland ein Reisepass eingeführt, der einen RFID-Chip enthält. Dieser Chip verfügt in digitalisierter Form über alle relevanten Informationen des Besitzers.

    Wenn Ihr mehr über die Anwendungsbereiche von RFID erfahren wollt, habt Ihr über die Seite des Innovationsforums RFID unter folgendem Link http://www.info-rfid.de/23.html die Möglichkeit dazu.

     RFID Zukunft

    In Betrachtung der aktuellen Anwendungen und Entwicklungen, zeichnet sich folgender Trend ab. Objekte werden zum Träger ihrer eigenen Information. Dabei sorgen immer kompaktere Systeme für eine universelle Erreichbarkeit und Vernetzung. Die immaterielle Welt und die materielle Welt rücken dadurch immer näher zusammen. Die Konsequenz ist so naheliegend, wie revolutionär. Bisher arbeiten alle Computersysteme in einer virtuellen Welt. Zukünftig werden RFID-Chips dafür sorgen, dass Waren dann gebucht werden, wenn sie auch physisch vorhanden sind. Wurden bisher Informationen zu einem Objekt in großen Datenbanken gespeichert, so wird man zukünftig in der Lage sein, diese Informationen direkt mit dem Objekt zu verknüpfen und dank einheitlicher Standards wie dem EPC- (Elektronischer Produktcode) weltweit auszulesen.

    Quellen:

    http://www.bsi.bund.de/fachthem/rfid/studie.htm

    http://www.rfid-support-center.de/

    http://www.lz-net.de/dossiers/aktuell/pages/protected/index.php?id=2813

    Hinweis: hierzu müsst Ihr auf der Seite der LZ-Net angemeldet sein

    http://www.info-rfid.de/anwendungsbereiche/1711.html

    http://www.rfidready.de/

     

     

  • Registrierung

    Registrierung

    Das Wort Registrierung stammt von dem lateinischen Wort „regesta“ ab. Synonyme dieses Begriffes sind, Aufzeichnung, Beobachtung, Buchung, Eintrag, Erfassung, Feststellung und Vermerk.

    Da ich diesen Begriff im Rahmen der Mobile und E-commerce Veranstaltung behandele, werde ich das ganze anhand eines praktischen Beispiels veranschaulichen.

    Um für bestimmte Websides wie z.B. Studivz oder Facebook einen Login zu erhalten, bedarf es einer Registrierung.

    Bei nicht bestehender Mitgliedschft oder Registrierung erfolgt dieses durch die Angabe bestimmter Daten wie, der Name, Geburtsdatum, Geschlecht, E- Mail Adresse etc. Die Fülle der Angaben ist von Webside zu Webside unterschiedlich. So genügt es auf der für Mobile und E- Commerce Webside, lediglich den Namen und die E- Mail Adresse anzugeben. Kommunikationsplattformen oder Netzwerke wie „Facebook“ und „Studivz“ hingegen, fordern mehr Angaben die über die Identität hinausgehen und persönliche Interessen mit einschließen.

    Die Angaben erfolgen auf vorgefertigten Feldern. Nach Angabe der Daten und vor allem der E- Mail Adresse, wird eine Login Bestätigung mit vorläufigem Passwort an die angegebene E- Mail Adresse versandt. Bei der Bestätigung handelt es sich um einen Link, der bei Betätigung auf die gewünschte Seite führt und meistens den ersten Login automatisch herbeiführt. Oft wird nach dem ersten Login eine Änderung des automatisch vergebenen Passwortes gefordert.

    Vorteile einer Registrierung

    Die Registrierung auf einer Webside ist meistens kostenlos und bietet Zugang zu verschlüsselten Seiten wie zum Beispiel, „Facebook“. Mit der Registrierung kann der Austausch über Interessen und ähnliches auf solch einem Netzwerk stattfinden. Außerdem erfolgt mit der Registrierung automatisch eine Art von Mitgliedschaft. Diese Mitgliedschaft hat den Vorteil, per E-mail über attraktive Aktionen, wie zum Beispiel ein Preisspiel oder Rabatte zu erhalten.

    Aus Unternehmerischer Sicht hat eine Registrierung den Vorteil einer Kundendatenbank auf die zurückgegriffen werden kann, wenn es zum Beispiel um die Anpreisung eines Produktes geht, wodurch eine Kundensegmentierung stattfinden kann.

    So kann der Unternehmer anhand der Registrierungsangaben sehen wie alt die User im Durchschnitt sind und die Seite altergruppengerecht gerecht gestalten.

    Seriöse Seiten garantieren, dass die Daten nur vom Betreiber der Seite verwendet werden und nicht an Dritte weiter gegeben werden. Facebook befolgt die Richtlinien der „Safe-Harbor- Datenschutzvereinbarung“( siehe erster Link).

    Nachteile einer Registrierung

    Aktionen und Rabatte die per E-mail versandt werden können auch ein Nachteil sein, wenn kein Interesse für diese vorhanden ist. Mit einer Registrierung verringert sich die Anonymität des Einzelnen. Eine Mitgliedschaft bei „Facebook“ oder „StudiVz“ hat den Nachteil, dass der Name erfolgreich gegoogelt werden kann. Wer dennoch anonym bleiben möchte kann sich unter unvollständigem Namen oder frei erfundenem Namen anmelden.

    Außerdem hat Facebook keine Kontrolle über Werbung der Drittanbieter,da die IP- Adresse sie Zugriff auf die IP-Adresse haben die von Facebook für jedes Mitglied erstellt wird.

     

    Nun zur Veranschaulichung. Nach Eingabe des vollständigen Namen, der E-mail Adresse, Geburtsdatum und Geschlecht erhält man mit klicken des Registrierungsbuttons eine Bestätigungsmail an die angegebene E-mail Adresse und ist Mitglied im Netzwerk.

    Facebook Startseite

    Quellenverzeichnis:

    http://de-de.facebook.com/policy.php

    http://de-de.facebook.com

  • Registrierung

    Unter dem Begriff der Registrierung versteht man im Internet einen Anmeldevorgang, bei dem man sich unter Angabe verschiedener persönlicher Daten z.B. auf einer Webseite anmeldet. Welche Daten bei einer Registrierung angegeben werden, kommt auf den Hintergrund der Registrierung an. Währen bei vielen privaten Webseiten die Angabe von Benutzernamen, E-Mail Adresse und einem Kennwort reichen, sind erfordert die Registrierung bei Seiten mit kommerziellem Hintergrund häufig auch die Angabe von Adress- und Kontoinformationen oder Kreditkartennummern. Bei einer Registrierung im Internet wird grundsätzlich zwischen dem Opt-In und dem Double-Opt-In (auch Confirmed-Opt-In genannt) Verfahren unterschieden.Beim Opt-In Verfahren reicht zur Registrierung die einfache Eintragung der Anmeldeinformationen auf der jeweiligen Webseite aus. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass User falsche Daten oder die Daten eines Dritten unerwünscht bei der Registrierung angeben.Um diese Gefahr einzudämmen, wird von seriösen Anbietern in der Regel das Double-Opt-In Verfahren genutzt. Hierbei gibt der User auf einer Webseite die Registrierungsinformationen ein und muss diese im Anschluss bestätigen. Diese Bestätigung kann erfolgen, indem der User einen an seine E-Mail Adresse gesandten Aktivierungslink anklickt, oder auf ein an seine postalische Adresse geschicktes Schreiben antwortet. Erhält der Webseitenbetreiber auf eine Registrierung innerhalb eines bestimmten Zeitfensters keine Reaktion, so werden die bei der Registrierung angegebenen Daten wieder aus der Datenbank gelöscht. Mit der Registrierung auf einer Webseite verfolgen Webseitenbetreiber unterschiedliche Ziele. Ein Ziel kann sein, Informationen nur einem bestimmten Benutzerkreis zugänglich zu machen.Ein weiteres, sehr weit verbreitetes Ziel ist es jedoch, Userverhalten zu analysieren (Data –Minig) und für die User ein personalisiertes Marketing umzusetzen. So können z.B. Betreiber von Online-Shops auf die Kaufpräferenzen von Usern anhand der im Shop angeklickten Artikel schließen. Durch die bei der Registrierung angegebenen Kontaktdaten kann der Shop Betreiber anschließend ein kundenspezifisches Direkt-Marketing anwenden, und so Produktgruppen kundenspezifisch bewerben. Der Kunde muss hierbei jedoch vorab bei der Registrierung dem Empfang von Marketing E-Mails (sog. Newsletter) explizit zugestimmt haben. Würde der Betreiber seinen Kunden unerwünscht Werbung zusenden, so wird dies als SPAM bezeichnet Ein weiterer Vorteil der Registrierung bildet die vereinfachte Abwickelung von Einkäufen in Onlineshops. So muss der Kunde nach einer Registrierung nicht jedes Mal seine postalische Adresse oder die Kontoinformationen angeben. Durch die Speicherung dieser Personenbezogenen Daten in der Datenbank des Shop Betreibers muss der Kunde die Daten bei einer Bestellung lediglich durch einen Klick bestätigen. 

    Interessante Links zum Thema:

    http://www.golem.de/0107/14884.html

    http://www.edoeb.admin.ch/dokumentation/00612/00660/00687/index.html

     

  • RFID

    RFID 

    Was ist RFID?

    RFID steht für “Radio Frequency Identification” (engl.). Auf deutsch bedeutet es Radiofrequenz Identifikation oder einfach Funkerkennung.Mittels dieser Technik ist es möglich, Daten automatisch, berührungslos und ohne direkten Sichtkontakt zu übertragen. Medienbrüche können somit überbrückt werden. Die Lücke zwischen den realen physischen Objekte einerseits und der digitalen Welt der Computersysteme wird verkleinert.Jedes RFID-System ist durch drei Eigenschaften definiert:

    1. Elektronische Identifikation:
      Eindeutige Kennzeichnung von Objekten durch elektronisch gespeicherte Daten.
    2. Kontaktloses Übertragen:
      Drahtlose Datenübertragung über einen Funkfrequenzkanal.
    3. Senden auf Abruf:
      Daten werden nur gesendet, wenn ein entsprechendes Lese- bzw. Schreibgerät diesen Vorgang abruft

    Hierzu wird ein Transponder (auch „Tag“ genannt), der aus Datenchip und Antenne besteht, eine Lese- bzw. Schreibeinheit und ein Computer benötigt. Der Transponder wird physisch auf unterschiedlichsten Objekten angebracht bzw. integriert, wie z.B.: Waren, Tieren oder sogar Menschen. Auf dem Chip ist ein Nummerncode gespeichert, dieser verschlüsselt die Daten, die in einer Datenbank hinterlegt sind. Somit ist jeder Gegenstand mit einem RFID-Transponder eindeutig identifizierbar. Der Datenaustausch erfolgt über elektromagnetische Impulse, die vom Lesegerät ausgehen.

    Der Vorteil von RFID gegenüber dem bekannten Bar-Code Verfahren ist die vollautomatische, gleichzeitige Erkennung mehrerer Transponder wobei keine direkte Sichtverbindung mehr nötig ist. Außerdem ist auch eine höhere Lesereichweite möglich und die Daten können während des Einsatzes verändert werden. 

    Funktionsweise

    Die Funktionsweise von RFID-Systemen lassen sich durch grundlegende technische Eigenschaften wie Energieversorgung und Speicherstruktur der RFID Transponder, Sendefrequenz des Lesegerätes, Kopplung und Datentransfer zwischen Lesegerät und RFID-Transponder und eingesetztem Vielfachzugriffsverfahren beschreiben und klassifizieren. 

    Einsatz von RFID

    Die RFID-Technologie ist in nahezu allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen einsetzbar. Grundsätzliche geht es bei dem Einsatz immer um die Identifikation von Objekten. Branchenübergreifend lassen sich folgende Anwendungsgebiete unterscheiden:

    ·         Kennzeichnung von Objekten

    ·         Echtheitsprüfung von Dokumenten

    ·         Instandhaltung und Reparatur, Rückrufaktionen

    ·         Diebstahlsicherung und Reduktion von Verlustmengen

    ·         Zutritts- und Routenkontrollen

    ·         Umweltmonitoring und Sensorik

    ·         Supply-Chain-Management: Automatisierung, Steuerung und 
          Prozessoptimierung

    Die fehlenden einheitlichen internationalen Standards zur Verwendung von RFID-Tags schränken den Einsatz global gesehen allerdings noch stark ein. Die Standardisierung soll es ermöglichen, dass beispielsweise ein Chip aus Europa auch von einem RFID-Leser in China verstanden wird und umgekehrt.

    Stärken und Chancen

    Industrie und Handel hat RFID als Zukunftstechnologie bereits für sich entdeckt und optimiert somit die Geschäftsprozesse, senkt die Prozesskosten und erhöht die Produktsicherheit.

    Zurzeit stehen einem flächendeckenden Einsatz lediglich die hohen Produktkosten gegenüber. Diese werden sich aber aller Voraussicht in den nächsten 10 Jahren drastisch reduzieren und somit die Vorteile dieser Technologie nicht mehr schmälern.

    Als weitere Stärken sind die Unempfindlichkeit gegenüber Schmutz und anderen Beschädigungen, der erweiterte Speicherumfang für Daten, die Möglichkeit der Datenspeicherung und –veränderung sowie die Erleichterung der Rückverfolgung zu nennen.

    Bedrohungen, Risiken und Gefahren

    Gefahren für die Betreiber von RFID-Systemen, die „aktive Partei“, die die Tags und Daten verwaltet, können sich aus folgendem ergeben: dem Abhören der Schnittstelle zwischen dem Transponder und dem Lesegerät (je weiter die Lesedistanz desto riskanter), dem unauthorisierten Auslesen und Verändern von Daten, dem Ablösen des Transponders vom Trägerobjekt, der mechanischen und chemischen Zerstörung sowie dem Einsatz von Störsendern.

    Für die einzelne Person, die „passive Partei“, tritt die Bedrohungen des Datenschutzes auf. Der Schutz kann bei flächendeckendem Einsatz von RFID nicht gewährleistet werden. Die Partei will oder muss die Tags verwenden hat aber keine Kontrolle über die Daten. Ist der Transponder auf Waren angebracht, müsste der Kunde vor dem Kauf darauf aufmerksam gemacht werden und auf die Möglichkeit des Auslesens von Daten hingewiesen werden. Der Transponder auf Kundenkarten könnte auch kriminelle Energien freisetzten. Das Auslesen und Ändern der Daten könnte ermöglichen, dass z.B. Einkäufe auf Rechnung anderer getätigt würden. Selbst wenn die Daten in anonymisierter Form vorliegen ist ein Missbrauch nicht ausgeschlossen. Datenschutzrechtliche Verstöße treten meist dann auf, wenn die aktive Partei selbst gegen Informationsrichtlinien verstößt oder Informationen gegenüber Dritten offen legt. Es entsteht der „gläserne Kunde“.

     

    Quellen:

    ·         Becker, J., Schütte R.: Handelsinformationssysteme, 2. Auflage, 
          Frankfurt am Main, Redline Wirtschaft, 2004.

    ·         Hildebrand, K.: IT-Lösungen im Handel, Praxis der Wirtschaftsinformatik,
          Heidelberg, dpunkt.verlag, 2004.

    ·         Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Risiken und
          Chancen des Einsatzes von RFID-Systemen, in: 
          http://www.bsi.de/fachthem/rfid/RIKCHA_ barrierefrei.pdf,
          zugegriffen am 26.06.2007.

    ·         Informationsforum RFID e.V.: Was ist RFID?, Historie, Standards, in:
          http://www.info-rfid.de/13.html, zugegriffen am 26.06.2007.

    ·         Kröner, T.: RFID, in: http://www.rfid-journal.de , zugegriffen am 
          26.06.2007.

    ·         Lampe, M., Flörkemeier, C.: Einführung in die RFID Technologie, in:
          http://www.vs.inf.ethz.ch/res/papers/mlampe-rfid-2005.pdf, zugegriffen am
           26.06.2007.

  • Router

    Router (engl.) = der Vermittlungsknoten (de.)

    .

    1. Was ist eigentlich ein Router? 

    .

    Router sind Geräte aus dem Bereich Computernetzwerke, Telekommunikation oder auch Internet und sind in der Regel Rechner (es kann sich aber auch um Software handeln), die mehrere Rechnernetze – je nach Sichtweise – koppeln oder trennen und unabhängig von den Protokollen oder Betriebssystemen der Benutzer sind.  

    .

    Dabei analysiert der Router die ankommenden Datenpakete nach ihrer Zieladresse, und blockt diese oder leitet sie entsprechend weiter (die Pakete werden geroutet). Weitergeleitete Pakete gelangen entweder in ein dem Router selbst bekanntes, direkt angeschlossenes Zielnetz (auch Ziel-Subnetze) oder werden zu einem ebenfalls in einem direkt angeschlossenen Netz liegenden Router weitergereicht.

     

    .

    2. Wie funktioniert eigentlich ein Router? 

    .

    Der Router ist ein Vermittlungsknoten und hat im wesentlichen zwei Aufgaben. Erstens wird eine geeignete Verbindung zwischen dem Quellsystem oder Quellnetz und dem Zielsystem beziehungsweise Zielnetz ermittelt. Zum zweiten transportiert der Router Datenpakete entlang dieser Verbindung. Wenn das Zielsystem (Zielnetz) direkt an einem Router angeschlossen ist – das heißt Router und Zielsystem befinden sich im selben Subnetz - wird das vom Quellsystem gesendete Datenpaket direkt an das Zielsystem gesendet.

    .

    Router

    .

    Wenn das Zielsystem (Zielnetz) nicht direkt am Router vom Quellsystem (Quellnetz) angeschlossen ist, wird das Datenpaket von dem angeschlossenen Router an einen benachbarten Router gesendet, der näher am Zielnetz angeschlossen ist, den sogenannten „Next Hop“.

    .

    router

    .

    Der letzte Router in dieser Verbindungskette ist immer direkt am Zielnetz angeschlossen und sendet das Datenpaket an das Zielsystem. 

      

    Die Aufgabe eines Routers ist es also, ein eintreffendes Datenpaket entweder direkt an den adressierten Empfänger zu übergeben, oder in das nächste Netz weiterzuleiten. 

    .

    Router treffen die Entscheidung, an welchen „Next Hop“ ein empfangenes Datenpaket weitergegeben wird, ausschließlich auf Basis einer Routing-Tabelle. Diese Tabellen enthalten Informationen darüber, welche benachbarten Router als „Next Hop“ in Frage kommen; deswegen ist es besonders wichtig diese Tabellen vor Manipulationen zu schützen.

    In der folgenden Abbildung ist der Inhalt einer Routing-Tabelle beispielhaft dargestellt. 

    .

      Ziel  Next Hop  Hop Count 
    320.29.726.99  321.111.987.1 
      734.212.45.321 
      123.24.66.875  7 
    ...  ...  ... 

    Beispielhafter Ausschnitt aus einer Routing-Tabelle

    .

    In diesem Beispiel würde der Router ein Paket mit der Zieladresse 320.29.726.99 an den Next Hop 321.111.987.1 weiterleiten. Der Hop Count gibt an, wie viele Zwischenstationen das Paket noch passieren muss, um sein Ziel zu erreichen.

    .

    Quellen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Router

    http://www.breitband-bw.info/glossar.html#R 

    http://www.tripod.lycos.de/support/glossary/R/

    http://www.www-kurs.de/gloss_r.htm

    http://www.bsi.de

    http://www.leo.org

    (Zugegriffen im Zeitraum vom 14.11. bis 17.11.08)

  • RSS-Feed

    RSS-Feed


    RSS-Logo - an diesem Symbol sind RSS-Feeds schnell erkennbar

    1. Definition
    2. Bedeutung RSS und technische Funktionsweise
    3. Historie
    4. Gegenwart und Bezug zum Web 2.0
    5. RSS-Reader
    6. Anwendung im E-Commerce
    7. Fazit
    8. weiterführende Links
    9. Quellen

    1. Definition

    Ein RSS-Feed stellt einem User aktuelle Daten oder Informationen in gebündelter Form – ähnlich einem Newsticker – zur Verfügung. Das Grundprinzip liegt hierbei in der Einfachheit: Der Nutzer hat die Möglichkeit, verschiedene Webseiten mit Hilfe einer speziellen Software zu abonnieren. Diese werden in regelmäßigen Abständen auf ihre Aktualität überprüft und anschließend in einem sogenannten Feed (dt. = Kanal) gebündelt und Neuheiten werden dem Nutzer in einer kompakten Übersicht präsentiert. Leicht erkennbar sind RSS-Feeds an dem orange leuchtenden Logo.

    2. Bedeutung RSS und technische Funktionsweise

    Die Bedeutung des Begriffs RSS kann nicht klar definiert werden. Die wohl verbreiteteste Erklärung ist Really Simple Syndication (dt. = „wirklich einfache Verbreitung“); aber auch Rich Site Summary oder RDF Site Summary werden in der (Fach-)Literatur häufig verwendet. Es handelt sich hierbei um eine dynamische Codierung auf XML-Basis, welche speziell für den Austausch von Daten konzipiert wurde.

    Im Gegensatz zu HTML und anderen „visuellen“ Programmiersprachen, dient RSS nicht zur Präsentation von Daten, sondern jediglich zur Verarbeitung der dargestellten Informationen. Ein Anwender erkennt RSS-syndizierte Daten auf einer Webseite meist nur an dem bereits erwähnten Logo. Viele Content-Management-Systeme (CMS) haben inzwischen auch RSS-Generatoren integriert, sodass auch Anwender, die der Programmiersprache XML nicht mächtig sind, in der Lage sind, RSS-Feeds, auf ihren Webseiten zu veröffentlichen.

    Im Folgenden ist der Aufbau einer typischen RSS-Datei dargestellt. Als besondere Kennzeichen für RSS sind die Tags <Channel>, <item>, und <description> zu erkennen.

    Klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Darstellung (öffnet in neuem Fenster)!

    Aufbau einer RSS Datei

    3. Historie

    1997: Die Firma Userland setzte diese neuentwickelte Technologie in der Version 0.90 zum ersten Mal ein. Zu diesem Zeitpunkt basierte RSS noch auf RDF, einem ähnlichen Format wie XML.
    1999: Der Bekanntheitsgrad stieg signifikant an, als Netscape dieses Dateiformat für seinen Dienst myNetscape.com weiterentwickelte und in der Version 0.91 veröffentlichte, welches nun einer einfachen XML-Definition zu Grunde lag.
    2000: Nachdem es weitere, zum Teil inoffizielle, Weiterentwicklungen seitens Userland gab, wurde RSS 1.0 von einer unabhängigen Entwicklergruppe veröffentlicht, stützte sich nun aber erneut auf das RDF-Format (daher die Bedeutung RDF-Site Summary).
    2002 erschien die bis dato neueste Version RSS 2.0, welche erneut von der Firma Userland entwickelt wurde und auch wieder auf einem XML-Format basierte. In dieser Version kam erstmals auch der Begriff Really Simple Syndication auf und es ist das zurzeit wohl am weitesten verbreitetete RSS-Format.
    2005 übernahm auch Microsoft das bereits von Mozilla (Firefox) verwendete orangene Icon in seinen Internetbrowser Internet Explorer und in seine E-mail-Software Microsoft Outlook. Seitdem ist das Logo als Erkennungszeichen für RSS-Feeds nahezu standardisiert.

    4. Gegenwart und Bezug zum Web 2.0

    RSS ist eine der am häufigsten verwendeten Technologien im Web 2.0. Heutzutage zeichnet sich das Internet vor allem durch seine Interaktivität aus. Daten oder Informationen werden nicht mehr alleine zum Abruf zur Verfügung gestellt, sondern der User hat ebenfalls die Möglichkeit diese aktiv weiter zu verarbeiten. Die Komplexität und Unzugänglichkeit des Internets nimmt ab, es wird einfacher Daten und Informationen zu tauschen oder zur Verfügung zu stellen.

    Mit Hilfe von RSS-Feeds hat ein User die Möglichkeit schnell und effizient Neuigkeiten abzurufen. Im Vordergrund steht hierbei, dass die Informationen gebündelt werden und dem Anwender in einer übersichtlichen Darstellung präsentiert werden. Da die Daten an einem zentralen Ort, z. B. in einem speziellen RSS-Reader angezeigt werden, kann der User bequem auf verschiedene Datenquellen zugreifen und spart somit viel Zeit.

    Dies wird dadurch bekräftigt dass Neuigkeiten nur angerissen werden, das heißt, dass nur etwa die ersten 50 Wörter eines Newsbeitrages im RSS-Feed erscheinen und der User nur bei wirklichem Interesse dem Link zum eigentlichen Text folgen kann. RSS-Feeds sind in der Regel auch offline verfügbar und benötigen lediglich zum aktualisieren eine Internetverbindung. Dies spart wiederum Kosten, falls keine Internet-Flatrate besteht.

    Im Folgenden sehen Sie einen Screenshot zur Abonnierung einer Webseite mit Hilfe von MozillaFirefox:

    Abonnierung der Aldi Süd Seite in Mozilla Firefox

    RSS-Feeds erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmend an Popularität und haben eine gleichwertige Bedeutung für die verschiedenen User des Internets gewonnen, seien es Blogger, Communities, Behörden oder Unternehmen. Auf vielen populären Webseiten gehören RSS-Feeds, welche die Leser über Neuigkeiten informieren, mittlerweile zum Standard. Außerdem ist eine unfreiwillige Belästigung nahezu ausgeschlossen, da die Initiative, einen RSS-Feed zu erhalten, vom User selbst ausgeht, da dieser die entsprechenden Webseiten abonniert um anschließend regelmäßig über Aktualisierungen informiert zu werden. Es ist also ein eindeutiges Pull-Verfahren.

    Ein besonderes Phänomen im Bezug auf RSS-Feeds, sind sogenannte PodCasts. Anstelle auf Text- und Bildinformationen verweisen diese FeedsLogo Podcast auf Audiodateien im MP3-Format. Auch diese werden durch die Feed-Reader regelmäßig auf Updates überprüft und dem User – sofern einmal abonniert – zur Verfügung gestellt, ohne dass dieser selbst das Audio-File herunterladen muss. Ebenso sind auch Video-PodCasts auf dem Vormarsch, die sich ins Besondere bei Nachrichten an Beliebtheit erfreuen.

    5. RSS-Reader

    Um RSS-Feeds auslesen zu können, bedarf es spezieller Programme, sogenannter RSS-Reader. Hierbei handelt es sich entweder um eine externe Software, die auf dem Rechner des Users installiert wird, oder aber über eine spezielle Online-Anwendung im Internet-Browser. Der Anwender kann in diesem Programm seine RSS-Feeds bündeln und verwalten.
    In Zeiten von WAP und UMTS verfügen auch viele moderne Mobiltelefone über einen integrierten RSS-Reader, sodass Neuigkeiten nun auch schnell mobil abrufbar sind.

    Gängige Anwendungen sind z. B. RSS-Reader, wie Feedreader oder Newsbee. PodCasts treten insbesondere in Zusammenhang mit iTunes auf. Es gibt allerdings noch eine Vielzahl an Alternativen, die für fast jede Anwenderplattform (z. B. Microsoft Windows oder Apple Macintosh) geeignet sind.

    Es gibt auch sogenannte RSS-Widgets; dies sind Module, ähnlich wie Newsticker, die in eine Webseite integriert sind und an einer bestimmten Stelle verschiedene Neuigkeiten präsentieren. Ein bekanntes Widget ist beispielsweise iGoogle, bei der sich Internetuser eine personalisierte Startseite erstellen können.

    6. Anwendung im E-Commerce

    Viele Unternehmen machen sich die RSS-Feeds heutzutage ebenfalls von Nutzen. Sie bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, Kunden, insbesondere die Stammkundschaft, schnell und effizient über Neuigkeiten zu informieren. So gibt es eine Vielzahl von Unternehmen, die als Ergänzung zum herkömmlichen E-Mail-Newsletter einen eigenen RSS-Feed anbieten. Dieser steht meist in Zusammenhang mit einem unternehmenseigenen Blog, auf dem beispielsweise Produktneuheiten und Entwicklungen präsentiert und diskutiert werden. Auch in der unternehmensinternen Kommunikation können RSS-Feeds zum Einsatz kommen. So werden beispielsweise Informationen aus dem betriebseigenen Intranet gebündelt und gezielt Mitarbeitern bestimmter Abteilungen zur Verfügung gestellt.

    7. Fazit

    Wie man erkennen kann, haben RSS-Feeds einen hohen Stellenwert im heutigen Internet. Viele User nutzen sie schon, z. B. in Form von personalisierten Startseiten wie „iGoogle“, auch wenn sie vielleicht nicht immer wissen, dass es sich hierbei um RSS-Anwendungen handelt. Meiner Ansicht nach, werden RSS-Feeds in Zukunft – insbesondere für Unternehmen, die sich auf den E-Commerce ausrichten – weiter an Bedeutung gewinnen. Gerade die Kommerzialisierung von RSS-Feeds wird weiter zu nehmen. Daher sollte man als interessierter Nutzer Neuigkeiten und Entwicklungen, aber auch Alternativen (wie z. B. Atom) im Auge behalten.

    8. Weiterführende Links

    Verzeichnisse von RSS-Feeds

    RSS-Reader

    RSS-Feeds von Unternehmen

    9. Quellen

    Alby, T.: Web 2.0, München 2007

    Friedman, V.: Praxisbuch Web 2.0, Bonn 2008

    Contentmanager.de: Content-Syndication durch RSS-Feeds, in: "http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_347-print_content_syndication_durch_rss_feeds.html", zugegriffen am 15.11.2008

    Einslive.de: Podcasts - dein Radio im Netz, in: "http://www.einslive.de/multimedia/service/2007/podcasts01_einfuehrung.jsp?pbild=1", zugegriffen am 15.11.2008

    E-Teaching.org: RSS-Feeds anbieten, in: "http://www.e-teaching.org/technik/distribution/rss/", zugegriffen am 15.11.2008

    Media-Palette.de: Ein Newscenter mit RSS-Unterstützung, in: "http://www.media-palette.de/newspublic/news.html", zugegriffen am 15.11.2008

    RSS-Verzeichnis: Was ist RSS?, in: "http://www.rss-verzeichnis.de/was-ist-rss.php", zugegriffen am 15.11.2008

    Wikipedia.com: RSS, in: "http://en.wikipedia.org/wiki/RSS_(file_format)", zugegriffen am 15.11.2008

    Wikipedia.de: RSS, in: "http://de.wikipedia.org/wiki/RSS", zugegriffen am 15.11.2008

    XML.com: Was ist RSS?, in: "http://www.xml.com/pub/a/2002/12/18/dive-into-xml.html", zugegriffen am 15.11.2008



  • RSS-Feed

    RSS- Feed

    Dieser Terminus bezeichnet ein simples, elektronisches, textbasiertes Nachrichtenformat. Kurz gesagt ist ein RSS-Feed ein Kanal, durch den ein kommentiertes Inhaltsverzeichnis des neusten Beiträge an die Abonnenten gesandt wird.

     

    RSS ist ein Dateiformat für den XML-basierten Austausch von Nachrichten aller Art. Das Kürzel hat verschiedene Auslegungen erfahren, von Rich Site Summary(in RSS 0.9x) oder RDF Site Summary (in RSS 0.9/1.0)bis zu Really Simple Syndication (in RSS 2.0, wirklich einfache Verbreitung [1] ).

     

    Abb 2: Aufbau eines RSS-Feed 2.0

     

    Trotz der verschiedenen Erklärungen geht es bei RSS-Formaten immer darum, Informationen strukturiert abzulegen und sie für die automatisierte Verarbeitung durch RSS-Leseprogrammeereitzustellen. RSS wurde geschaffen, um Nachrichten von Internetportalen zu verbreiten, und hat sich inzwischen zueinem weitverbreitetem Standard für den automatisierten Austausch von Nachrichten und menschlicher Kommunikation (Weblogs, Diskussionsforen) entwickelt. [2]

     

    Ursprünglich wurde das Dateiformat von Netscape entwickelt, allerdings bald darauf von verschiedenen Interessengruppen weiter entwickelt. Die einen lagen das Hauptaugenmerk auf die Bloggerbewegung, inzwischen kann man sagen das die Bewegung ohne RSS-Feeds heute nicht so verbreitet wäre. Andere Lagen die Gewichtung auf die Verteilung „wirklicher“ Nachrichten, bspw. als Börsenticker oder Werkzeug von Nachrichtenagenturen.

     

    Im Moment kann man mit dem vielen Handy‘s, PDA’s oder ähnlichen mobilen, internetfähigen Geräten RSS-Feeds lesen. Am heimischen PC werden RSS-Feeds in der Regel mit einem RSS-Reader gelesen und „abonniert“. Wie man schon sieht, die Initiative geht vom Surfer aus. Dies ist äußerst Interessant, RSS-Feeds informieren die Surfer automatisch über Neuigkeiten auf dem Blog oder aus aller Welt. Damit übernehmen die RSS-Feeds die Benachrichtigungsfunktion von Newslettern. Wichtig ist die vor allen Dingen bei Blogs, hier werden teilweise mehrmals täglich Erweiterungen vorgenommen, Surfern wird mit RSS-Feeds das Leben erleichtert. Diese erkennen sofort wo sich etwas getan hat, können einschätzen ob die Änderung interessant für sie ist und sind nur einen Mausklick von der Information entfernt. Es müssen also nicht mehr alle Interessanten Seiten mehrmals am Tag „abgesurft“ werden. [3]

     

    Zum effektiven Einsatz von RSS-Feeds werden einige Programme benötigt, meistens sind diese Freeware. Einen Feed-Reader wie bspw. Newsbee, Amphetadesk um die Feeds aufgearbeitet zu lesen, zum Teil sind diese Programme auch in Browsern integriert. Zur eigenen Implementierung von RSS-Feeds auf der eigenen Homepage gibt es auch einige Tools. In vielen CMS-Programmen (z.B. Drupal, Postnuke) und Weblog-Anwendungen (z.B. Blogger, Radio Userland, Moveable Type) sind inzwischen RSS-Generatoren implementiert. Natürlich kann man auch mit Hilfe eines RSS-Parsers fremde Feeds (bspw. über aktuelle Nachrichten) auf die eigene Seiten implementieren. Neben dem Nutzen zur Verbreitung von Informationen im Internet, gibt es auch Versuche RSS-Feeds in ERP-System betriebswirtschaftlich zu verankern. [4]

     

    Der evolutionäre Prozess geht also weiter. Natürlich wird auch weiterhin das Dateiformat weiter entwickelt, Version 3.0 ist schon in Arbeit. Alternativen wie Atom, Pie und Echo fördern die stetige Verbesserung.

     

    Noch im Oktober 2005 wurde eine Studie von Ipsos Insight im Auftrag von Yahoo! aufgelegt. Der Name war „RSS – crossing into the mainstream“ diese kam zu folgendem Ergebnis. Der Bekanntheitsgrad ist gering, nur 12% der Internetuser war bekannt das RSS-Feeds existieren. Allerdings benutzten 27% der Internetuser RSS-Feeds indirekt über individualisierte Startseiten diverser Dienste. [5]

     

    Quellen:

    [1] vgl. http://www.vrtprj.de/content/istandards/rssguide_de.html

    [2] vgl. http://www.webwriting-magazin.de/inter/rss.php

    [3] vgl. http://www.vrtprj.de/content/istandards/rssguide_de.html

    [4] vgl. publisher.yahoo.com/rss/RSS_whitePaper1004.pdf

    jeweils zugegriffen am 22.06.2007

  • Rückgaberecht

    Fernabsatzverträge gewinnen in heutiger Zeit dank der sich rasant entwickelnden Fernkommunikationswelt immer mehr an Bedeutung. Um Verbraucherschutz zu gewährleisten gibt es  bei dieser Art von Kaufverträgen gesetzliche Regelungen wie Widerrufsrecht bzw. Rückgaberecht, die es dem Konsumenten erlauben innerhalb von zwei Wochen nach Vertragsabschluss ohne Begründung vom Vertrag zurückzutreten. 

    Folgende Bedingungen müssen dabei nach §§ 312b, 312d BGB erfüllt sein: 

    •  es handelt sich um ein Geschäft zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher (B2B und C2C Geschäfte sind vom Rückgabe- und Widerrufsrecht ausgeschlossen)
    •   der Kaufvertrag über die Lieferung von Waren oder Erbringung von Dienstleistungen wurde unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln abgeschlossen, d.h. ohne gleichzeitige körperliche Anwesenheit der Vertragsparteien
    • es handelt sich nicht um Fernabsatzverträge

    - zur Lieferung von Waren, die kundenspezifisch oder eindeutig auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten sind, aufgrund von ihrer Beschaffenheit nicht zur Rücksendung geeignet oder verderblich sind

    -  zur Lieferung von Audio- oder Videoaufzeichnungen oder von Software, die vom Verbraucher bereits entsiegelt worden sind

    -  zur Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten

     -  zur Erbringung von Wett- und Lotterie-Dienstleistungen

      - die in Form von Versteigerungen (§156 BGB) geschlossen werden (Ebay Auktionen sind im Sinne von § 156 BGB keine Versteigerungen, da die Voraussetzungen dieses Paragraphen nicht erfüllt werden)

    - die die Lieferung von Waren oder die Erbringung von Finanzdienstleistungen zum Gegenstand haben, deren Preis auf dem Finanzmarkt Schwankungen unterliegt. 

    Wenn nichts anderes vereinbart wurde steht dem Verbraucher bei einem Fernabsatzvertrag, der die  oben beschriebenen Voraussetzungen erfüllt, gesetzlich ein Widerrufsrecht nach § 355 BGB zu. Danach ist der Verbraucher berechtigt den abgeschlossenen Kaufvertrag durch Rücksendung der Ware oder in Textform innerhalb der gesetzlichen Frist von 2 Wochen zu widerrufen. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt der schriftlichen Widerrufsrechtbelehrung des Verbrauchers durch den Unternehmer, jedoch nicht vor dem Tag des Wareneingangs beim Empfänger. Bei einer Belehrung, die erst nach Vertragsschluss gemacht wurde, verlängert sich die Widerrufsfrist auf einen Monat. Bei einem nicht eindeutigen Fristbeginn trägt der Unternehmer die Beweislast. Das Widerrufsrecht erlischt spätestens sechs Monate nach Vertragsabschluss, allerdings gilt dies nicht, wenn keine ordnungsmäßige Belehrung über das Widerrufsrecht stattgefunden hatte. Kosten und Gefahr der Rücksendung trägt der Unternehmer. Übersteigt der Preis der zurückgesendeten Sache nicht den Betrag von 40 € oder hat der Verbraucher bei einem höheren Preis der Sache die Gegenleistung oder die Teilzahlung zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht erbracht, darf der Unternehmer die Rückversandkosten dem Verbraucher auferlegen. 

    Da beim Widerrufsrecht die Gefahr besteht, dass trotz des schriftlichen Widerrufs die Ware nicht zurückgeschickt oder vor der Rücksendung in Gebrauch genommen wird, greifen immer mehr Unternehmer stattdessen zur Erteilung des Rückgaberechts. Dieses beinhaltet alle oben genannten wesentlichen Punkte, kann jedoch nach § 356 BGB bei Warenlieferungen das Widerrufsrecht alternativ ersetzen, unter den Voraussetzungen, dass 

    •  dem Verbraucher zusätzlich ein Verkaufsprospekt mit einer deutlich gestalteten Belehrung über das Rückgaberecht ausgehändigt wird (bei E-shops genügt die Verfügbarkeit der Belehrung auf der Homepage des Unternehmers)
    •  der Verbraucher in Abwesenheit des Unternehmers den Verkaufsprospekt ausführlich in Kenntnis nehmen konnte
    •  das Rückgaberecht in Textform erfolgt ist. 

    Im Gegensatz zum Widerrufsrecht kann das Rückgaberecht nur durch Rücksendung der Sache oder, wenn diese nicht als Paket versandt werden kann, durch Rücknahmeverlangen in Anspruch genommen werden. Kosten und Gefahr der Rücksendung werden im Falle des Rückgaberechts allerdings ohne Ausnahme vom Unternehmer getragen.

     

    Quellen:

    Bürgerliches Gesetzbuch, 57. Aufl., München 2006

    http://www.juraforum.de/forum/archive/t-5529/r%C3%BCckgaberecht-des-verbrauchers-bei-ebay-auktionen-gewerblicher-anbieter

    http://www.e-recht24.de/suche/r%FCckgaberecht%20eBay 

    http://weblawg.saschakremer.de/2006/01/09/ruckgaberecht-ersetzt-widerrufsrecht/ 

    http://www.internetworld.de/Rueckgaberecht--Alternative-zum-Widerrufsrecht.120.0.html?viewfolder=060601&viewfile=11_12_02_marketing 

    http://www.ihk-oldenburg.de/druckversion.php?drucken=recht_195.php

     

     

     

Kennen Sie schon unsere Online Kurse?