Zugriffe

Qualifizierung der Besucher

Die Zugriffe auf eine Internet Seite sind von zwei Seiten zu sehen. Für den Vermittler der Zugriffe sind sie das Ergebnis und das Ende seine Werbeangebote. Er behauptet mit einem gewissen Recht, dass seine Leistung erfüllt wäre. Er hat Interessenten zu einer Internet Präsenz gebracht. In fast allen Fällen wird nicht die Qualität der Besucher für den Abnehmer gewertet, sondern die Quantität.

Ganz anders sieht das der Werbetreibende, der Shopbetreiber. Der Zugriff ist für ihn der Anfang seiner Tätigkeit. Er nimmt den Surfer in Empfang, denn mehr ist der Interessent bisher nicht. Von den Zugriffen selbst hat er zunächst noch keinen Gewinn. Das positive Ergebnis stellt sich erst ein, wenn der Surfer zur nächsten Aktion gewegt wurde. Insofern ist für den Betreiber der Präsenz die Quantität eher uninteressant - die Qualität des Zugriffs ist von besonderer Bedeutung.

Zur Erläuterung einiger Regeln betrachten wir das Thema einmal von der Seite des Anbieters der Zugriffe. Die Verkäufer der Werbeleistung haben eine Begriffswelt aufgebaut, die für den Ungeübten anfangs verwirrend ist. Damit wird eine beeindruckende Komplexität suggeriert. Schauen wir uns das in einer Übersicht an, die in etwa auch realistische Quoten enthält:

Visits/ Online-BesucherINPUTInterpretationen
Page Impressions/ Werbeträgerkontakt5.000Besucher eines Online-Anbieters haben 5.000 Seiten des Online-Angebotes gesichtet. Es bestanden 2.000 Kontakte zu werbungführenden Hyperlinks, von denen 400 werbungführende Hyperlinks geklickt wurden. Dabei wurden 50 ansprechbare Adressen hinterlassen und 20 Verkäufe online getätigt.
Ad Impressions/ Werbemittelkontakt2.000
AdClick/ Bannergebrauch400
Lead/ Adresshinterlegung50
Sale/ Online-Bestellung20

Wir sehen, wie die Anzahl der relevanten Links zusammenschrumpft. Der Anbieter der Werbefläche wird gern seine Besucherzahlen und die Sichtkontakte zu den Werbeträgern in sein Verkaufsgespräch einführen. Das ist in der Tat auch ein Indiz für den Betrieb auf seiner Seite. Besonders gern werden auch die Kontakte mit dem zu verkaufenden Werbemittel argumentiert. Das ist sicher interessant, aber für den Shopbetreiber ohne Bedeutung.

Wenn es um das Bezahlen der Medienleistung geht, haben sich heute folgende Varianten durchgesetzt:

Pay per Click (ppc) (Richtwert: 10 Cent bis mehrere EURO)
Pay per Lead (ppl) (Richtwert: einige EURO)
Pay per Sale (pps) (Richtwert: Festpreis oder Prozent vom Umsatz)

Daneben sind der Kreativität der Vertragsparteien keine Grenzen gesetzt. Es gibt monatliche Festbeträge, Pauschalen für die Präsenz auf einer anderen Seite, Gutscheine, Maximal- und Minimalbeträge und Kombinationen aus allen Varianten.

Wir haben in dem Kapitel zu den Konversionsraten einige Relationen aufgeschrieben, die wir in der Praxis beobachten. Daran sehen wir zwar eine Betrachtung der Quantität, haben aber noch kein Gefühl für die Qualität der eingekauften Werbung. Die Interessen der Vetragsparteien sind an dieser Stelle gegenläufig.

Beide tragen durchaus ein Risiko in dem Deal, das wir uns am Beispiel der oben genannten Zahlvarianten einmal anschauen. Allen drei Berechnungsformen ist gemeinsam, dass sie sauber erfasst und abgerechnet werden müssen. Es liegt auf der Hand, dass der Verkäufer von Zugriffen selbstverständlich selbst Zugriffe erzeugen kann. Das ist unseriös, wird aber trotzdem gemacht. Es gibt dafür ausgefeilte Programme in beide Richtungen. Solche, die Zugriffe erzeugen und solche, die "gefakte Zugriffe" wieder herausfiltern. Am Ende kann der Käufer von Klicks das Ergebnis nur an seiner Konversionsrate überprüfen.

Wir greifen an dieser Stelle ein Beispiel heraus, wie dem Käufer geringwertiger Traffic auf seine Seite geleitet wird, den er aber Trotzdem bezahlt. In anderen Kapiteln werden wir über weitere Manipulationen sprechen.

Nehmen wir an, der Käufer von Werbeleistungen übergibt seine Daten (zum Beispiel eines Produktes) an einenVermittler, der ein Shopping Portal betreibt und verabredet, das er für jeden Klick bezahlt, der auf das Produkt hereinkommt. Der Betreiber des Shopping Portals (Verkäufer der Werbeleistung) bringt nun den Artikel auf anderen Portalen unter, die gar nichts mit dem Verkauf von Gütern zu tun haben - zum Beispiel auf einer Witzseite, einer Partnervermittlung, einer Informationsseite, einem Gewinnspiel, usw. Dort gibt es zwar viele Besucher, aber die wollen nicht kaufen, sondern klicken nur aus Langeweile herum.

Es kommen unzweifelhaft Klicks zustande, die auch abgerechnet werden, aber nicht zum Kauf führen. Diesen unqualifizierten Traffic bezahlt der Shopbetreiber, sein Ergebnis ist aber mager oder gleich Null. Trotzdem hat keiner wirklich betrogen, es ist nur eine unseriöse Geschäftspraktik. Das Risiko trägt der Einkäufer der Klicks.

Glücklicherweise überwiegen die seriösen Geschäftspartner, da sie sich im Internet Handel durchgesetzt haben. Wir haben auf dieser Seite einige Links zu Abrechnungspartnern, mit denen man positive Erfahrungen macht.