Verkäufe

Am Verkauf entscheidet sich der Erfolg. Wir haben schon besprochen, wie der anonyme Surfer die Verkaufspyramide hochgetragen wird und zum Kunden " bestenfalls sogar zum Stammkunden " wird. Die Konversionsrate vom Eintritt in den Shop zum Verkauf liegt ungefähr bei 2 Prozent. Wir müssen die dazwischen liegenden Stufen so einfach und attraktiv wie möglich machen.

Eine Möglichkeit der Vergütung für Werbeleistung ist die Provison, die der Shopbetreiber an den Vermittler zahlt. Diese Variante wird von einigen Anbietern ausgefeilt und professionell angeboten. Ein prominentes Beispiel ist Amazon, deren Produkte man auf unzähligen Internet Seiten findet. Sie haben die Methode des sogenannten Affiliate Programs zu Pefektion entwickelt und bauen sie mit wachsendem Erfolg aus. Sie geben aber auch die Regeln vor. Der Teilnehmer ist sicher, dass hier mit seriösen Mitteln gearbeitet wird.

Diese Art ist eine typische Variante für grosse Anbieter. Für den kleine oder mittelständischen Verkäufer ist es sehr schwer, eine solche Position zu erreichen. Größere Vermarkter von Werbeflächen lassen sich nicht darauf ein. Ein kleiner Shop wird es nicht schaffen, mit Microsoft, T-online, Lycos, AOL oder anderen, einen solchen Deal abzuschliessen. Warum?

Bei einem pps (pay per sale) Verfahren trägt der Anbieter der Werbefläche das Verkaufsrisiko. Er stellt einen wertvollen Platz bereit und kann nicht sicher sein, dass der Anbieter auch ein verkaufbares Produkt einstellt. Liegt das Produkt nicht im Trend, ist es zu teuer, oder der Shop schlecht und der Verkaufsprozess umständlich, hat er keine Einnahmen. Der Surfer wird sogar auf die Werbung klicken, aber am Ende nichts kaufen. Damit hat der Anbieter der Fläche praktisch seinen Werbeplatz verschenkt.

Der Shopbetreiber hat weitere, kostensparende Möglichkeiten, seine Verkäufe indirekt mit eingekaufter Werbung zu steigern. Jeder Verkauf und jeder angemeldete Interessent ist eine wertvolle Adresse in der Datenbank. Die Daten werden für eigene Werbemassnahmen, wie zum Beispiel einen Newsletter, oder Sonderangebote genutzt. So macht er seine eingepflegten Adressen zu Stammkunden. Dafür zahlt er praktisch nur die Arbeitszeit zur Kundenpflege.

Cross Selling ist eine andere effiziente Art, mehr aus den eingekauften Kontakten herauszuholen. Auf der Produktseite werden weitere, passende Produkte zu dem Angebot dargestellt. Der Interessent wird so durch die Produktpalette geführt, seine Neugier wird hochgehalten und für den Verkauf genutzt.