Ranking
Suchdienste, vor allem die großen wie Google oder Yahoo können sehr viele Besucher auf die Website bringen. In der Regel werden nur die ersten Ergebnisseiten beachtet, und wer dort zu finden ist, erhält die meisten Besucher. Diese Erkenntnis hat wohl auch den Ranking-Wettbewerb ausgelöst, den sich findige Programmierer mit den Entwicklern von Suchmaschinen liefern.
Webmaster suchen schon seit den ersten Tagen des Internets nach Methoden, mit denen sie ihre eigenen Seiten in den Suchergebnissen nach vorne pushen. Natürlich wurden sie auch fündig. Wenn es Hackern gelingt, die Seiten des Pentagon oder der CIA zu knacken, wird es ihnen auch gelingen, den Algorithmus zu durchleuchten, mit dem ein Suchdienst die Ergebnislistings generiert.
So war es zum Beispiel früher durch einfachste Tricks möglich, die Platzierung in den Suchergebnissen zu verbessern, beispielsweise durch die tausendfache Wiederholung eines Begriffs (z. B. "shareware") am Ende der Website in schwarzer Textfarbe und auf schwarzem Hintergrund. Oder ganz simpel: Der Begriff wurde in den Meta-Tags Dutzende Male wiederholt.
Das alles aber ist Schnee von gestern. Denn die Suchdienste haben ihre Algorithmen stark verfeinert und optimiert, so dass diese Tricks nicht mehr funktionieren. Wer sich heute in den Suchergebnissen vordrängeln möchte, muss sich mehr einfallen lassen.
Kann der Webmaster die Platzierung manipulieren?
Ja. Doch der Preis dafür kann hoch sein:
- Wenn er erwischt wird, fliegen seine Seiten aus der Suchmaschine raus.
- Bei den Besuchern generiert er ein schlechtes Image, denn mit Meta-Tags voll mit Begriffen wie "Sex", "Porno", "Aldi", "Restposten", etc., lockt er zwar Surfer an, aber vergrault sie auch gleich wieder, wenn das Gesuchte nicht zu finden ist.
- Betreiber von Suchdiensten investieren viel Zeit, um Tricks und Manipulationen auf die Spur zu kommen. Die Suchdienste sind inzwischen viel schlauer, als man denkt. Die meisten "Tricks" aus dem Internet sind daher längst veraltet.
- Es ist sehr aufwändig selbst herauszufinden, welchen Algorithmus die einzelnen Suchdienste verwenden. Hat man ihn erst einmal "geknackt", kann es sein, dass er schon am nächsten Tag veraltet ist!
- Praktisch alle Quellen für Tricks, die tatsächlich mal funktioniert haben, wurden ja nicht nur von den Webmastern gelesen, sondern auch von Tausenden anderer Internetsurfer und natürlich von den Betreibern der Suchdienste - somit sind sie wahrscheinlich schon veraltet, bevor man sie umgesetzt hat.
Damit soll nicht behauptet werden, dass alles mit rechten Dingen zugeht: Es gibt sie sicher, die Freaks, die sich Tag und Nacht damit beschäftigen herauszubekommen, wie die Algorithmen arbeiten, und die eine Website nach oben puschen können. Diese Spezialisten werden immer Methoden finden, die Suchdienste erfolgreich zu manipulieren. Nur sind solche Spezialisten Mangelware - und auch für sie gelten die genannten Gründe dafür, dass sie das Tricksen nicht riskieren sollten.
Doorway-Pages
Doorway-Pages sind ein aktuell erprobtes Mittel. Sie erzeugen eine für die Suchmaschinen optimierte Darstellung der Website. Die Seiten sind nicht nur für Besucher gedacht, sondern für die Suchmaschinen. Doorway-Pages sind ganz normale HTML-Dateien, in die der Webmaster eine besondere Gewichtung auf verschiedene Suchbegriffe setzt. Auch hier gilt das oben Gesagte für den Gebrauch von Schlüsselworten und Suchbegriffen. Sie sollten einen konkreten Bezug zu den Inhalten der Seiten haben.
Statt reine Spammer-Doorway-Pages zu erzeugen, über die sich die Suchmaschinenbetreiber ärgern, ist es besser eine Art Doorway-Page zu erzeugen, die die wesentlichen Begriffe der Internet Seite und redaktionellen Inhalt wiedergibt.
Ein guter Webmaster bleibt seriös und erzeugt Websites, mit denen er sich identifizieren kann. Er riskiert nicht den Rauswurf aus den Suchmaschinen.
Page Rank
Dieser Begriff wurde von den Erfindern der Suchmaschine Google kreiiert. Man sagt, er geht auf einen der Gründer - Lawrence Page - zurück. Vereinfacht errechnet sich der Page Rank einer Seite nach den Links, die auf die Seite zeigen. Das ist aber noch nicht die ganze Wahrheit, wie wir später sehen werden.
Wenn man wissen will, wie hoch der Page Rank der eigenen Seite oder anderer aufgerufener Seiten ist, installiert man sich die Google Toolbar. Sie zeigt die Bewertung auf einer Skala von 1-10 an. Das ist aber nur der Logarithmus zur Basis 10. Tatsächlich liegt dahinter die echte Skala mit Werten bis in den Milliardenbereich.
Um den Page Rank positiv zu beeinflussen, sorgen wir dafür, dass viele externe Seiten unsere Präsenz zitieren. Selbstverständlich linken wir selbst auch von unseren eigenen Seiten auf die wichtige Page, die wir pushen wollen. Das ist in der Sprache der Search Engine Optimizer die "Authority". Die (vielen) Seiten, die verlinken sind die sogenannten "Hubs". Sie übertragen ihren Page Rank an die Authority.
Bei der Verlinkung reicht es nicht aus, einfach Alles mit Allem zu verlinken. Dann geben die Seiten so viel ab, wie sie hinzugewinnen und das Ergebnis ist ausgeglichen (=1). Sehr viel wirksamer ist ein hierarchischer Aufbau der Links. Die Authority bekommt dabei sehr viele Links und akkumuliert so die Relevanz. Von ihr gehen aber nur wenige Links wieder an die Partnerseiten heraus, damit ihre Relevanz nicht verwässert wird. Sie verschenkt die Kraft nur an eine oder wenige Unterseiten.
So ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie auf den ersten Ergebnisplätzen der Suchmaschinen steht. Die anderen Seiten sind dafür unter "Ferner Liefen". Das ist insofern gut, als der Besucherstrom dann wenigstens auf eine Homepage gelenkt wird, die dann als Verteilerseite fungiert.
Eine gleichmässige Verteilung der Relevanz platziert alle Präsenzen auf den hinteren Rängen, vielleicht ab Seite 10 und abwärts. Dort nützen sie aber niemandem.
Eine vollständige Darstellung zu Optimierungsstrategien können wir in diesem Überblick nicht geben. Wir wollen nur einige Grundregeln empfehlen und weiterführende Links angeben. Die konkrete Umsetzung bedarf einer indviduellen Analyse.
Empfehlungen:
1. Die Links in unserer Präsenz werden hierarchisch aufgebaut, mit der wichtigsten Seite an der Spitze - aber die Hierarchie muss flach bleiben.
2. Die Homepage muss mindestens einen incoming link haben.
3. Viele interne Links zwischen unseren Seiten stabilisieren den Page Rank. Dazu hilft beispielsweise eine Site Map.
4. Die Präsenz wird in viele thematisch geordnete Unterseiten gegliedert, durch die der Robot wandert und die einen Link auf die wichtigste Seite setzen.
5. Es gibt keinen echten Ersatz für gute Inhalte - Content schlägt Tricks.
6. Die Domain Level haben einen Einfluss auf das Ranking: .info,.org,.net und andere scheinen zu einem besseren Ranking zu führen.
7. Die Links von dmoz und yahoo sind ein Page Rank Booster.
8. Kontinuierliches Linkbuilding steigert die Qualität in der Bewertung der Suchmaschinen