Kommunikation
Die modernen Formen der Datenübermittlung erzwingen eine Erweiterung der Begriffe, weil die Quantität (die reinen Daten) in Abhängigkeit von dem gewählten Medium mit einer Qualität zu einer Nachricht verbunden wird. Die Qualität wird vom Medium bestimmt. Es kann sich um hörbare Ergänzungen (Radio), um sichtbare Ergänzungen (Bilder in Zeitschriften oder sonstigen Trägern) oder um eine Kombination von Beidem handeln (bewegte Bilder und Ton in Filmen, Vorträgen oder Diashows).
In den zitierten Beispielen werden die Daten ausgesendet. Der Sender wendet Arbeit und Know How auf, packt die Daten in eine Nachricht und versendet sie mit dem Medium. Der Empfänger erhält die Nachricht, interpretiert sie vor dem Hintergrund seines Weltbildes und versteht im Idealfall das, was der Absender übermitteln wollte. Die Nachricht muss die nötige Redundanz haben, damit sie verständlich ist. Sie sollte aber nicht zu redundant sein, denn vom Höhepunkt einer idealen Mischung aus geordneter zu ungeordneter Information sinkt die Verständlichkeit wieder ab.
Als ob das nicht schon kompliziert genug ist, muss man beim Versenden einer Nachricht auch die Erwartung oder die Aufnahmefähigkeit des Rezipienten kennen. Sie ist entscheidend für das Gelingen einer Kommunikation. Trifft man die Fähigkeiten oder die Erwartungen – das Weltbild – des Empfängers nicht, dann kann auch ein technisch perfekter, optimal codierter Datenstrom nicht in eine gelungene Kommunikation münden. Man versteht sich nicht.
Das Medium trägt sicher dazu bei, ob eine Kommunikation zu dem gewünschten Ergebnis führt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Abgleich der Erwartungen auf beiden Seiten oder die Entsprechung der Weltbilder. Die Kommunikation misslingt in den meisten Fällen nicht, weil die Daten, Informationen oder Nachrichten unrichtig oder unvollständig übermittelt wurden. Missverständnisse entstehen in den meisten Fällen obwohl alle Beteiligten die Nachrichten oder Botschaften korrekt empfangen haben. Jeder hat nur etwas anderes „verstanden“.
Vor allem in der sogenannten Informationsgesellschaft ist die Kenntnis der Kommunikationsprozesse wichtig, denn der Erfolg stellt sich erst ein, wenn beim Rezipienten das Wissen aufgebaut wurde. Die korrekte Absendung der Daten ist lediglich eine notwendige Bedingung. Die hinreichende Bedingung ist erfüllt, wenn der Empfänger von Daten diese in der vom Absender gewünschten Form „versteht“. Das Medium hat einen wichtigen Anteil an dem Erfolg. Es überbringt die Information wie ein Bote. Deshalb nennt man die Kombination von Information und Übertragungsmedium eine „Botschaft“.

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